gemtone

transviewsion

Gemtone Demo 5.30 / Programmauschnitte   mehr

und woanders noch mehr

von Susanne: http://www.some-voices.de

von Joachim: http://www.soul-lounge.de

von Uli: http://www.fohhn.com

gemtone

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Susanne Courtin, Violine, Gesang, Percussion und

Joachim Walter, Gitarre, Monochorde, Percussion, Sounds

Uli Haug sorgt live für die überragende Klangperformance


transviewsion   ...durch bunte Steine gucken macht alles anders

 ...ein Sammelsurium an Instrumenten, Klangkörpern und Geräuscherzeugern, Synthesizer, Monochorde, Gong, u.a.

Basis ist das Duett aus Violine und Gitarre um die textlos freie, schwebende, ziemlich unbeschreibliche und keiner Stilkategorie verpflichtete Singstimme.

Vielschichtig und kaum zuzuordnen mit Elementen aus Jazz und Fusion, ethnischen und experimentellen Klängen, einfach schönen Melodien...

 

 

 

 




...und falls die Tonspur nicht läuft oder auch wenn sie läuft gibts hier noch etwas

„Kopfmusik“  - Rezitativ

- Danksagung und Ode ans Hörbare – Begleitung durch Händaneinanderreiben

 

 Wir danken sehr.

Wir danken den Katzen, weil sie fauchen und miauen,

den Mäusen und Ratten, weil sie fiepen und quieken und mehr noch, wenn sie von den Katzen gefressen werden, weil dann der Ton laut und deutlich ist

Den Vögeln danken wir aus demselben Grund und weil sie schöne Melodien singen.

Amsel, Nachtigall, Goldammer, Zeisig.

Dem Sperber, dem Habicht und Bussard,

danken wir für ihre fernen Schreie,

den Raben und Krähen für ihre krächzenden Dialoge im Flug.

Wir danken dem Uhu und dem Waldkauz!

 

Am selben Himmel danken wir den Segelflugzeugen und Drachenschnüren für das geschichtete Pfeifen und die Partialtonkaskaden im Wind.

 

Dem Hund und dem Rehwild danken wir fürs Bellen, dem Wolf fürs Heulen und auch den Hyänen. Dem Hirsch fürs Röhren.

Dem Tiger und dem Löwen fürs Brüllen und fürs Schnurren.

Den Bienen fürs Summen und den Affen fürs Kreischen

Steven Spielberg danken wir für die synthetischen Saurierbalzrufe.

Wir danken den Fröschen fürs Quaken.

 

Wir danken für die Helikopter und Sportflugzeuge am Himmel und für die Übungstiefflüge der Kampfjets mit dem phantastischen Schlag durch die Schallmauer, der Vorstufe des Donners.

Wir danken den rhythmisch laufenden Maschinen, den Motoren der Sportwägen mit dem 5Liter 8Zylinder-Sound. 4, 6 und 10 auch.12 Zylinder auch. Und den Motorrädern und der Formel 1 die über 11000 Umdrehungen machen: Technischer Sopran!

Wir danken dem Dopplereffekt.

 

Wir danken den Symphonien der Kettensägen in der winterlichen Morgendämmerung und dem hallenden Krachen der stürzenden Bäume.

Wir danken dem Jäger im Wald für den schönen Knall mit Widerhall und dem Salut der Feldschützen.

Wir danken dem Knirschen des Schnees unter unseren Schuhen und dem Rascheln der Blätter. Wir danken dem Prasseln des Regens, dem Plätschern und Rauschen der Flüsse. Wir danken dem Knacken im Holzfeuer.

Wir danken dem Specht und dem Kuckuck.

 

Wir danken Johann Sebastian Bach, dem Unglaublichen, und Paco de Lucia, dem flinken Iberer der am 27.Februar 2014 gestorben ist und allen die gute Musik schreiben und machen und geschrieben und gemacht haben und komponieren und spielen werden.

 

Wir bedauern an dieser Stelle ausdrücklich – auch im Namen des Publikums -, dass wir selbst keine besseren Musiker sind als wir sind, aber wir hoffen von Herzen, dass unsere Demut, die damit einhergeht, uns jedes mal etwas besser spielen lässt.

 

 

Wir danken aber nicht „Deutschland sucht den Superstar“ und dergleichen, weil es dabei nicht wirklich um die Musik geht

und auch nicht dem Schlager, weil er doof macht.

 

Aber wir danken der Volksmusik, z.B. in Bayern, weil sie zünftig ist. Wir danken der Augsburger Puppenkiste für die super Songs von Urmel bis Jim Knopf.

 

Und wir danken der Musik der Völker, dem Gamelan in Bali und den Ragas der Inder, den Sambas, Rumbas, Bossas  Lateinamerikas und dem Son der Kubaner...

Wir danken den Symphonieorchestern, den Kammerensembles, den Jazzbands, den Blaskapellen, den Musikvereinen, und den Knabenstimmen vor dem Stimmbruch.

 

Wir danken zuhause den Staubsaugern und Telefon- und Haustürklingeln, dem rhythmischen Wiegen der heimischen Waschmaschine und dem Heulen der Schleuder mit dem Glucksen der Wasserpumpe und dem finalen Signalton zum Programmende.

Wir danken den metallenen Treppengeländern und den Treppenhäusern mit Hall.  

 

Wir danken der Brandung am Meer und dem Echo in den Bergen

Wir danken den Jodlerinnen und Jodlern und dem Rauschen vom Wind in den Wipfeln.

Wir danken den Stimmen, den Sprachen und den Dialekten,

Wir danken den Stimmungen der Stimmen,

den Streitenden, wenn sie sich anschnauzen, dem Turteln der Liebenden und dem mannigfaltigen Kosmos der Gelächter.

Wir danken für die ersten Laute der Kinder, ihre ersten Worte, ihre ersten Lieder.

 

Wir danken allen Sachen und Wesen die Geräusche machen.

Wir danken dem Muhen der Kühe, dem Meckern der Ziegen und dem Krähen des Hahns

Wir danken dem Ticken der Uhren, den Glockenschlägen zu den Uhrzeiten und den großen Geläuten zu den gegebenen Anlässen. Den Wiegenliedern und den Spielwerken und Kinderspieluhren zum Einschlafen,

 

Den Walgesängen, den Schiffen im Hamburger Hafen, wenn sie  in der Silvesternacht im Chor tuten, den historischen Dampflokomotiven für ihre Signale bei den Ausflugsfahrten. Dem beruhigenden Takt der Schienen unter den eisernen Radreifen. Den Lautsprecherdurchsagen an Bahnhöfen und Flughäfen, den Autohupen den Fahrradklingeln und überhaupt den Verkehrsgeräuschen.

Wir danken dem Rascheln der Laken im Bett.

 

Wir danken den Schlachtgesängen der Sportstadien, den Vuvuzelas der WM in Südafrika und den Trommeln und Treibgashupen der Fans und wir danken für die Stimme von Michael Buffer.

Wir danken dem Gallopieren der Pferde und dem grollenden Hufschlag der Stiere beim Auftrieb in Pamplona, den Castagnetten und dem beseelten Ole der Spanier.

 

Wir danken den Gesängen und Rufen der Muezine

Und den Obertongesängen der Tibeter, wir danken den Naturtonreihen, den ekmelischen Tonschritten des Orients und der Kotopentatonik.

 

Wir danken den nächtlichen Zikaden und dem Rasseln der Klapperschlangen.

Wir danken den gläsernen Klängen beim festlichen Anstossen mit Sektkelchen, Weingläsern oder auch Bierflaschen. Wir danken überhaupt dem Geschirrgeklapper beim Essen und regen an, Geschirr, Gläser, Bestecke und Flaschen auch ihres Klangs wegen zu kaufen. Gleiches gilt für alle anderen Gebrauchsgegenstände.

 

Wir danken dem Stimmengewirr auf den Marktplätzen und Schulhöfen und besonders in Kindergärten, wo sich Lachen und Weinen die Hand geben und wir danken für die unglaublichen Soundkulissen der Metropolen.

 

Wir danken den Klängen der Stille, dem kaum hörbaren Flirren der Flügelschläge der Falter, dem Klang sich erwärmenden Metalls und frierenden Wassers.

 

Wir danken den Geräuschen,

wir danken den Klängen

wir danken allem was man Hören kann.

Wir danken allen Sachen und Wesen die Geräusche und Klänge machen.

Wir danken den klingenden Klängen... und den gedachten, den vorstellbaren.

Wir danken den Klängen der Natur, der Technik und der Kunst.

 

Wir danken dem Ticken der Uhren, den Glockenschlägen zu den Uhrzeiten und den großen Geläuten zu den gegebenen Anlässen. Den Spielwerken und Spieluhren zum Einschlafen.

 

Wir danken sehr.

 

 


Schichten aus Spieluhrliedern


bis dann :O))